Flora und Fauna

FLORA

Dank der Initiative weitsichtiger Menschen, unter denen sich Prof. Ambroz Haračić besonders hervorgetan hat, wurden Ende des 19. Jahrhunderts große Flächen des steinigen Geländes auf der Insel um Mali und Veli Lošinj bewaldet, wo sich heute dichte Fichtenwälder ausbreiten.

Das milde Klima der Insel Lošinj äußert sich im großen Reichtum an Pflanzenarten. Gemäß den Forschungen wurden etwa 1100 Pflanzenarten identifiziert, von denen zur autochthonen Flora 939 Arten gehören. Davon zählen 230 Arten zu Heilpflanzen. Ca. 80 Arten, hauptsächlich exotische Pflanzen wurden aus anderen Teilen der Welt, von Kapitänen und Seefahren aus Lošinj, gebracht, die sie bei ihren Fahrten aus erntfernten Teilen der Welt mitnahmen und in die Gärten ihrer Häuser pflanzten. Wegen des charakteristischen Klimas gedeihen hier Pflanzen, die zur Pflanzenwelt Süddalmatiens und Siziliens gehören.

Hier wachsen Agaven, mexikanische Kakteen (opuntia), Palmen, Magnolien, Myrten, Pistazien, Mimosen, Feigen aus Indien (karmus-nassarah), Zitronen, Orangen und Mandarinen (die aus Vietnam nach Palermo und dann nach Mali Lošinj gebracht wurden). Dichte Tannenwälder von Mali Lošinj wurden zum grünen Gürtel, der den Ort und den Hafen vor der Bora schützt. Im Bereich von Čikat haben sich die Wälder stufenweise in eine Parkanlage verwandelt. Heute ist der dichte Tannenwald von Lošinj das Symbol der Insel und von unschätzbarem Wert für ihre touristische Entwicklung.

Die Umgebung von Čikat wurde zum Waldpark erklärt. Einen besonderen Wert hat auch die bekannte Parkanlage in Veli Lošinj mit etwa 200 verschiedenen Baumarten, die der Habsburger Erzherzog Karl Stephan einrichten ließ. Die Vegetation ist auf der Insel während aller vier Jahreszeiten üppig.

Gemäss den Forschungen von Prof. A. Haračić verbessert die Vegetationslage das Klima. Der Höhepunkt der Vegetation ist im Mai wenn die meisten Pflanzen blühen. Die schönsten Monate auf der Insel Lošinj sind von März bis Mai, wegen der milden Lufttemperatur, dem Reichtum an üppiger Vegetation und weil die Luft von aromatischen Düften erfüllt ist. Einen besonderen Wert hat auch die bekannte Parkanlage in Veli Lošinj mit etwa 200 verschiedenen Baumarten, die der Habsburger Erzherzog Karl Stephan einrichten ließ.

FAUNA

Ein bedeutsames Merkmal des Lošinjer Archipels ist auch die Tatsache, dass es hier keine Giftschlangen gibt. Es gibt nur ungiftige Schlangen und Eidechsen. Die Insel Lošinj ist ein Zuhause auch für die der Familie Gekkonidae zugehörenden Haftzeher. Die Geckos sind eine bedrohte, geschützte Art, deren Vernichtung und Tötung gesetzwidrig und strafbar ist. Jakov Matunci aus Mali Lošinj nahm mit seinem Projekt zum Schutz der Geckos im Weltbewerb im Naturschutz Volve Adventure in der schwedischen Stadt Göteborg Anfang Mai 2004 den dritten Platz ein.

Diese kleinen mediterranen Eidechsen sind auf den meisten adriatischen Inseln beheimatet. Auf der Insel gibt es Kleinwild, sowie größere Wildtiere wie Damhirsche und Mufflons, die hier angesiedelt wurden. Es gibt viel Federwild. Von den Raubvögeln sind hier Habichte, Sperber und Falken, sowie riesige Gänsegeier beheimatet. Wegen der kleinen Anzahl der erhaltenen Einzelvögel sind die Gänsegeier durch Gesetz geschützt. Von den Haustieren sind Schafe am meisten verbreitet. Die Schafe auf den Steinhalden des nördlichen Teils der Insel Lošinj bieten ein idyllisches Bild.

Das Meer um diese Inseln ist besonders reich an verschiedenen Fischarten, Krabben, Muscheln, Schnecken. Von den Weichtieren gibt es am meisten Tintenfische, Kalmare und Kraken. Im Gegensatz zu den Gewässern mancher benachbarter Länder, in denen Delphine schon ausgestorben sind, sind diese spielerischen und zum Kontakt mit Menschen bereiten Tiere häufige Besucher dieses Inselgebietes.